11 von 16 Booten bei einer Wettfahrt disqualifiziert - Bremer Freimarkt-Regatta

Bremer Freimarktregatta 2018 04Bei der Bremer Freimarkt-Regatta zeigt sich, dass bloßes Hinterherfahren nicht reicht, sondern alle wissen sollten, welcher Kurs gesegelt wird

Die letzte Teeny-Regatta der Saison 2018 fand am 27./28. Oktober in Bremen Hemelingen auf der Weser statt.
Bei herrlichem Spätsommerwetter versammelten sich um 10:30 Uhr über 120 junge Segler aus drei Bootsklassen zur Steuermannsbesprechung vor dem Gebäude des Wassersport-Verein Hemelingen e.V..

Bremer Freimarktregatta 2018 03Für die Teenys musste in der 1. Wettfahrt dieser Kurs dreimal abgesegelt werden. Am Startschiff wurden die Bahnmarken des Kurses ausgehängt und an der Farbe – Grün oder Rot – war zu erkennen, wie gerundet werden musste. Bei der ersten Wettfahrt klappte es richtig gut und alle Segler hatten den nicht einfachen Kurs verstanden.

So manches Binnenfrachtschiff, das in dem recht engen Revier mit Begleitung und Blaulicht mitten durch das Regattafeld fuhr, wirbelte die Positionen der 100 Boote, darunter 16 Teenys, durcheinander.

Bremer Freimarktregatta 2018 01

In der zweiten Wettfahrt wurde dann nach einer Winddrehung das Startschiff vom Hafen stromaufwärts bis auf die Höhe des Hemelinger See verlegt. Diese Wettfahrt hatte zweimal eine Kreuz, unterbrochen von einem kurzen Spikurs. Die Windbedingungen waren optimal und so konnte der erste Wettfahrttag mit zwei gelungenen Wettfahrten beendet werden.

Der WVH hatte für den Abend Busse organisiert und wer sich noch kräftig durchwirbeln lassen wollte, fuhr mit zum Freimarkt, Norddeutschlands größter Kirmes.

Am Sonntag war der erste Start für 10 Uhr angesetzt. Doch dieser Tag begann anders als der Samstag. Im Stichkanal gab es schon beim Auslaufen ein ziemliches Tohuwabohu. Deshalb erreichten einige Teenys die Startlinie erst im letzten Moment, einige aber auch erst vier Minuten nach dem Start.

Bremer Freimarktregatta 2018 05Auf dem Wasser hörte man dann oft die Frage „Weißt du wo es lang geht?“ Und die Antwort „Nee, ich fahr den Anderen hinterher!“ Das dies keine gute Idee war, zeigte sich nachher in der Ergebnisliste. Denn in dieser Wettfahrt erhielten 11 von 16 Teenys ein DSQ, weil sie die Bahnmarke 6 falsch gerundet hatten.

Die letzte Wettfahrt am Sonntag verlief dann wieder unspektakulär bei tollen Wetterbedingungen auf der Weser.

Gewonnen haben Fabius und Julian Müller-Kauter aus Stade (SVST) vor Mats Krüss und Tobias Rüdder aus Plön (SVRS) und Lilly und Rosa Fincke aus Wilhelmshaven (KSW). Auch die beiden Erstplatzierten waren in der dritten Wettfahrt disqualifiziert worden.

Bremer Freimarktregatta 2018 02Insgesamt war das eine tolle Veranstaltung und der Segelverein Hemelingen hatte sich mächtig ins Zeug gelegt damit sich Segler wie Eltern wohlfühlen konnten. Trotz des starken Schiffsverkehrs war die Sicherheit auf dem Wasser dank der professionellen Arbeit der vielen Begleitboote immer gesichert.


Die Vereinsmitglieder hatten Kuchen, heißen Kakao, Kaffee und Tee bereitgestellt und als die Segler vom Wasser kamen gab es auch ein Laugenbrezel in Form eines Opti Zeichen.

Vielleicht sollten wir Trainer auch einmal überlegen, ob wir im Training die Tonnen wirklich immer linksherum runden lassen müssen. Manchmal muss man auch eine Tonne rechtsherum runden, um das Gefühl kennenzulernen, wenn die Bahnmarke an Steuerbord liegt.

Der Segelverein Hemelingen betonte, dass er begeistert vom Auftreten der Teenys war und sie sich vorstellen können, dieses Boot in Bremen zu segeln.

Siebo Willms

Dieser Bericht wurde aus redaktionsschlusstechnischen Gründen des nächsten Teeny-Spiegels dankenswerterweise von einem erwachsenen Trainer sehr schnell geschrieben und nicht wie sonst angestrebt von den Gewinnern des Preises der Mitte.

Bildrechte: Siebo Willms und Marco Nommensen

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